Todesfall nach Straßenrennen

Todesfall nach Straßenrennen
März 5, 2017 Redaktion

Todesfall nach Straßenrennen

Lebenslängliche Haftstrafen wegen Mordes

Zwei Männer im Alter von 25 bis 27 Jahren sind in Berlin wegen Mordes verurteilt worden. Sie hatten in der Nacht zum 1. Februar 2016, im Zuge eines illegalen Straßenrennens auf dem Kurfürstendamm, einen schweren Unfall mit Todesfolge verursacht. Mit bis zu 160 km/h fuhren die Angeklagten über die Berliner Hauptstraße und ignorierten dabei 11 rote Ampeln. Auf der Tauentzienstraße rammte einer der Fahrer den Jeep eines 69-jährigen. Der Fahrer der Jeeps starb noch am Unfallort, die beiden Teilnehmer des Rennens verletzten sich kaum.

Das Urteil, welches die Berliner Richter nun sprachen, ist überraschend und ein Präzedenzfall. Eine lebenslängliche Haftstrafe, da laut der Richter keine fahrlässige Tötung, sondern Mord vorliegt.

Die Verteidiger der Angeklagten plädierten auf den Schuldspruch der fahrlässigen Tötung. Laut ihnen soll das Rennen zur Selbstbestätigung geführt worden sein, der Fahrer, der den Unfall verursachte, soll sich für einen guten Fahrer gehalten haben, er empfand sich aufgrund seiner maßlosen Selbstüberschätzung als Herr der Lage.

Die Verteidigung kündigt Revision an, bis dahin müssen die beiden Angeklagten weiter in Untersuchungshaft bleiben. Sollte der Revision stattgegeben werden, wird als nächste Instanz der Bundesgerichtshof (BGH) den Fall überprüfen müssen.

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